Die Dampflokomotiven

Loknummer

------- --

1-8

9

10 - 11

12 - 14

15 I

15 II

16 II

F-Nr.

 

5099-5106

7561

1772 , 2014

14563 , 14564 , 14580 

12880

11502

5575

Bauart

 

Cn2t

Dn2t

Dn2t

Dn2t

Cn2t

Eh2t

Cn2t

Spurweite

mm

1 000

1 000

1 000

1 000

1 000

1 000

1 000

Hersteller

 

Henschel

Borsig

Jung

Henschel

Henschel

Jung

Henschel

Baujahr

 

1899

1910

1912 , 1913

1917

1914

1951

1900

Länge über Puffer

m

7,80

 

8,04

8,90

7,73

11,04

7,80

Ges. Achsstand

mm

 2250

 

3600

3600

2500

4800

2250

Dienstmasse

t

24

34

36

39

32,0

50

25

Wasservorrat

m3

3

 

4

5

 4,4

6

3

Kohlevorrat

t

1,4

 

1,5

1,5

1,1

2,0

1,75

Kesselheizfläche

m2

53,4

 

67,28

77,53

69,65

77,27

47,2

Rostfläche

m2

0,84

 

1,3

1,6

1,5

1,83

0,82

Betriebsdruck

atü

12

 

13

14

14

16

12

Zylinderdurchmesse r

mm

320

 

380

400

400

500

300

Kolbenhub

mm

500

 

500

500

400

450

500

Raddurchmesser

mm

920

 

920

920

800

1000

910

V/max

kmh

30

30

30

30

30

45

30

Zugkraft(0,6p)

kN

35,6

 

 

 

67

 

35,6

Effekt. Leistung

PS

160

 

 

 

235

 

160

 

kW

117,6

 

 

 

173,5

 

117,6

Die Lok’s Nr. 1-8 und 16 waren etwa baugleich mit der GHE-Lok (Lok 99 5811) von der die nachfolgende Beschreibung übernommen wurde:

Der genietete Nassdampfkessel entsprach der normalen Bauart. Der Langkessel bestand aus zwei Schüssen, der Abstand zwischen den Rohrwänden betrug 2850 mm. Der Stehkessel war im unteren Bereich eingezogen und saß hier zwischen den Rahmenplatten. Die Decke der kupfernen Feuerbüchse fiel nach hinten ab, so wurde deren Entblößen bei Vorwärtsfahrt im starken Gefälle verhindert. Im genieteten Blechinnenrahmen waren alle Achsen fest gelagert. Die mittlere Achse besaß geschwächte Spurkränze, um den geforderten Bogenlauf zu garantieren. Der Rahmen nahm außerdem den gesamten Wasservorrat auf, zum einen im vorderen Teil und  zum anderen unterhalb des Führerstands. Die Einfüllstutzen befanden sich beiderseits am vorderen Rahmenende. Das Laufwerk war in vier Punkten abgestützt. Alle Tragfedern lagen oberhalb des Rahmens, wobei der ersten und zweiten  Achse mit einem Ausgleich verbunden waren. Die Allan-Steuerung mit Antrieb über Kurbeln wurde mittels Steuerhändel umgestellt. Flachschieber sorgten für die Dampfversorgung. Die Maschine selbst war nur mit einer auf alle Räder wirkenden Wurfhebelbremse ausgerüstet. < Die Vakuumbremse in den Wagen konnten über einen Luftsauger betätigt werden >

 Lok 1-8 wurden fabrikneu von der Firma Henschel / Kassel gekauft und wie folgt ausgemustert:

Lok 1 + 1935,  Lok 2 + 1960,  Lok 3 + 1957,  Lok 4 + 1951,  Lok 5 + 1946,  Lok 6 + 1951 , Lok 7 + 1927,  Lok 8 + 1959

 

Lok 9 wurde fabrikneu bei der Firma Borsig / Berlin erworben als die Lok’s 1-8 sich als zu schwach für die Abfuhr von schweren Güterzügen erwiesen ( schon vor Personen-Sonderzügen wurden die kleinen C-Kuppler oft in Doppel-Traktion eingesetzt). 1915 musste die Lok 9 an die Heeresfeldbahn abgegeben werden ( fast jede Kleinbahn wurde so zur Ader gelassen). 1919 gelangte dann die Lok zur Eckernförder Kreisbahn, erst mietweise ab 1921 gekauft. 1944 ist die Überführung an Borsig verzeichnet. Die Lok sollte im Werk überholt werden. In den Kriegswirren verschwand die Lok auf bisher ungeklärte Weise. Möglicherweise wurde sie als Reparation in die UDSSR gebracht???
Die Daten der Lok sind weitgehend unbekannt. Von Gerd  Wolf  wurde sie mit den Jung-Loks 10+11 gleich gesetzt was auch in etwa stimmen könnte.

 

 Lok 10 + 11 wurden ebenfalls neu beschafft, und zwar bei der Firma Jung / Jungenthal (Kirchen/Sieg)

Lok 10 + 1954,  Lok 11 + 1952

 

Lok 12 - 14 Neubeschaffung bei Firma Henschel / Kassel

Lok 12 + 1958,  Lok 13 + 1962, Lok 14 + 1962

 

Lok 15 I  1917 von Heeresfeldbahn / 1921  an NWE als Lok 7 / übernommen  Reichsbahn 99 6102 / siehe Fiffi

Der einschüssige  Dampfkessel enthielt 173 Heizrohre bei einem inneren Durchmesser des Kessels von 1 326 mm und einem Rohrwandabstand von 2 600 mm. Der auf dem Rahmen sitzende  Stehkessel mit schräger Rückwand und eingezogenen Seitenwänden erhielt früher eine kupferne Feuerbüchse mit nach hinten abfallender Decke und nach vorn geneigtem Rost. Der große Dampfdom mit halbkugelförmiger Haube enthält einen Ventilregler. Als Speiseeinrichtung dienen zwei 125-l- Dampfstrahlpumpen. Der genietete Blechinnenrahmen ist unterhalb des Stehkessels abgesetzt und im vorderen Teil als Wasserkasten ausgeführt. Das Laufwerk wird auf vier Punkten  abgestützt; die Tragfedern der ersten und zweiten Achse liegen oberhalb des Rahmens mit  Belastung durch Federstifte. Bei der dritte Achse befinden sich die Federn über den Achslagern, die der zweiten und dritten Achse sind mittels Ausgleichshebel verbunden. Alle Radkörper wurden mit gleichförmigen Ausgleichmassen versehen. Die zweite Achse hat geschwächte Spurkränze. Die Maschine war wie ihre Schwester mit Kolbenschiebern ausgerüstet. Die Heusinger-Steuerung wird mittels einer Steuerspindelschraube betätigt. Die Lok  wurde vom Werk aus mit einer Wurfhebelbremse und einer Dampfbremse ausgerüstet.   

 

Lok 15 II Neubeschaffung bei Firma Jung / Jungenthal (Kirchen/Sieg)

1957 an die BEG  + 10/1966 / siehe Lok 15

 

Lok 16 II  1957 von der Kleinbahn Selters-Hachenburg gekauft wurde für den Streckenabbruch eingesetzt und als Rangierlok in Zollhaus, wo sie die Selbstentladewagen auf das  Sturzgerüst schob. 1962 wurde sie stillgelegt und zu einem Schrotthändler nach Limburg gebracht. Dort sah sie ein ortsansässiger Arzt. Er kaufte sie und wollte sie zu Werbezwecken verwenden. Dieses Vorhaben zerschlug sich jedoch. Die Lok wurde auf einer Ausstellung im Ruhrgebiet gezeigt  und kam als Leihgabe zur Selfkantbahn. Dort war man durchaus daran interessiert die Lok, welche von ihrer Größe her in das Konzept der Museumsbahn passte, im Lauf der Jahre betriebsfähig aufzuarbeiten. (Dies versicherte mit der Vorsitzende der IHS bei einem Besuch im Brohltal). Jedoch der Besitzer wollte es anders. Inzwischen waren Stimmen laut geworden, diese letzte Kleinbahnlok wieder in ihre Heimat zurück zu holen. Sie steht jetzt auf einem Stück Schienen nahe der Bahnhofsausfahrt Nastätten - dort wo sich die Strecken nach Zollhaus und St.Goarshausen trennten. Sie wurde hergerichtet und betreut von einer Nastätter Hauptschulklasse. Sie ist hübsch an zu sehen. Jedoch fehlt  ihr ein schützendes Dach - wie es zB. in Skandinavien unabdingbar für Denkmalloks ist. So rostet das Denkmal langsam vor sich hin, was die Kosten für eine evtl. Aufabeitung ins unermessliche treibt. Zum 100-jährigen Jubiläum der Kleinbahn Selters - Hachenburg plante man ursprünglich sich die ehemalige Lok 2 auszuleihen, ein Plan der sich aber wieder zerschlug.

     

Die Dieselloks im Braubacher Restbetrieb

 

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V16

V 17

V 18

F-Nr.

 

11503

2822

3143

Bauart

 

B-dm

C-dh

C-dh

Spurweite

mm

1 000

750

750 (z.Zt 760)

Hersteller

 

Jung

Gmeinder

Gmeinder

Baujahr

 

1951

1940

1940

Länge über Puffer

mm

 

5325

5325

Höhe über Dachmitte:

mm

 

2550

2550

Breite über Trittbretter:

mm

 

1880

1880

Ges. Achsstand

mm

 

1800

1800

Pufferhöhe:(über Schienenoberkante)

mm

 

550

550

Dienstmasse

t

 

16,5

16,5

Raddurchmesser

mm

 

 

 

V/max

kmh

 

20

20

Zugkraft(0,6p)

kN

 

 

 

Motor

 

 

Deutz

Deutz

Effekt. Leistung

PS

140

150

130 (z.Zt. 150)

 

KW

110

118

102 (z.Zt. 118

Getriebe

 

mechanisch

Voith L 22 (hydraulisch)

Voith L 22 (hydraulisch)

Lok V 16  wurde 1951 neu beschafft,  bei der Firma Jung / Jungenthal (Kirchen/Sieg). Bei Aufgabe des Dreischienengleises wurde die Lok 1959 an die Plettenberger Kleinbahn verkauft und bis 1972 als Rangierlok zum Umschlagzentrum Mitte verwendet. Dann soll sie noch für die Firma Dyckerhoff in Togo eingesetzt worden sein - Verbleib unbekannt!

Die Loks  V 17 und V 18  waren Heeresfeldbahnloks des weit verbreiteten Typs HF 130C sie wurden 1957 über die Bremer Firma Eikens beschafft, und nach Erlöschen der Nassauischen Kleinbahn AG  1978 nach Österreich verkauft.

Es folgt eine Mail von Dr. Markus Strässle, die den  weiteren Verbleib der beiden Dieselloks darstellt und die ich mit seiner freundlichen Genehmigung hier vorlege. Leider hatte ich aus diversen Publikationen die vertauschten Angaben der Loks übernommen und auch auf meiner homepage  dargestellt.

Dr. Strässle schrieb:

Die Lok V 18 (Gmeinder 3143/1940) kam 1978 gemeinsam mit der V 17 nach Oesterreich, allerdings nicht zur L.B.P.-H., sondern zu den Steiermärkischen Landesbahnen. Sie kam zuerst kurze Zeit nach Stainz zur Beurteilung des Gesamtzustands und nachdem dieser besser als erwartet ausgefallen war, entschied man sich, die Lok nicht als Ersatzteilspender zu verwenden, sondern in der STLB-Werkstätte in Weiz umzubauen. Mit verbreitertem Führerhaus, einer neuen  Druckluftbremse und umgespurt auf 760mm kam die Lok schliesslich im März 1980 nochmals für wenige Wochen nach Stainz auf die damalige STLB Bahnlinie Preding - Stainz.
Nach deren Einstellung im April 1980 kam die damals orange lackierte Lok zur STLB-Murtalbahn, wo sie bis 1994/95 als Verschublok im Bahnhof Unzmarkt verwendet wurde. Nach einiger Abstellzeit konnte ich diese Lok von den STLB  erwerben und in der Werkstätte Murau gemeinsam mit Freunden einer Hauptausbesserung unterziehen. Seit Frühjahr 1999 steht sie nun wieder als betriebsfähige und in Murau beheimatete Lok als Verschub-Reserve und für Sonderfahrten zur Verfügung.

Die V 17 (Gmeinder 2822/1940) wiederum gelangte 1978 als Lok D 2 zur Lokalbahn Payerbach - Hirschwang, die dann leider im August 1982 eingestellt wurde. Danach war sie zuerst noch in Hirschwang abgestellt und gelangte später zuerst als Zwischenstation zu einem Sammler in Isny. Von dort wurde sie dann an einen Privatmann in Emmerich verkauft, der dort eine grössere Privatsammlung besitzt (nicht öffentlich zugänglich).

Sie müssten also die Geschichte über den Verbleib der Loks ein wenig korrigieren, denn V 17 und V 18 steht bei Ihnen (wie leider in einigen anderen Publikationen auch) gerade verkehrt herum. Den Autoren des NKB-Buches habe  ich die korrekte Version des Lebenslaufs der beiden Diesel-Lokomotiven bereits zusammen mit einigen Bildern mitgeteilt. Von meiner Lok finden Sie übrigens Bilder unter
www.heeresfeldbahn.de
wenn sie unter >HF 130-C und >Gmeinder 3143/1940 bzw. unter www.schmalspur.at bei >Fahrzeuge >VL 7 nachsehen.

Mit Gruss

Dr. Markus Strässle

                 

wird fortgesetzt / Sach- und Bearbeitungsstand: 05.10.2007